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Ktipp: Behörden informieren irreführend

Im Ktipp vom 8. April 2020 steht, dass die Behörden betreffend den Corona-Fallzahlen irreführend informieren. Je mehr getestet wird, desto mehr Corona-Infizierte gibt es. Das Problem ist, dass unregelmässig getestet wird. Einmal testet man an einem Tag 1000 Personnen und an einem anderen Tag 10’000 Personen. Je mehr Tests durchgeführt wird, desto dramatischer sind die Zahlen. In den Nachrichten hört man dann, dass es schon wieder mehr Corona-Infizierte gibt, was die Panik in der Bevölkerung schürt. In manchen Grafiken ist auch nicht ersichtlich, wieviele Personen wirder gesund sind. Somit steigt die Corona-Kurve jeden Tag höher und höher. Das verunsichert die Bevölkerung. Klar ist, dass die Zahl der Neuinfizierten sinkt, es gibt nicht immer mehr Corona-Fälle, sondern immer weniger. Die Behörden informieren somit irreführend.

Quelle/Bild: Ktipp

Meine Berechnung war zu konservativ

Am 11. März 2020 erstellte ich eine persönliche Hochrechnung über die Corona-Virus Entwicklung in der Schweiz. Mit einer täglichen Zuwachsrate von 20% waren meine Zahlen konservativer als die tatsächliche Entwicklung. Da in der Schweiz nur sehr zurückhaltend getestet wird, ist die Dunkelziffer der Erkrankten 5-10 Mal höher als die publizierten Zahlen. Per Ende März 2020 sind in der Schweiz ca. 17’000 positiv auf Covid-19 getestet worden. Somit sind über 80’000 Schweizer am Coronavirus erkrankt. Meine Einschätzung lag bei 25’000 Personen. Im April ging ich von einer Zunahme von täglich 10% aus. Ich hoffe jetzt einfach ganz fest, dass ich wieder falsch liege und die Zuwachsraten unter 5% fallen. Denn für den April prognostizierte ich fast 500’000 erkrankte Menschen und 24’000 Menschen die eine Intensivpflege benötigen. In Italien und Spanien sterben täglich fast 1’000 Menschen an den Folgen des Coronavirus. Auf die Schweiz heruntergebrochen wären das über 100 Todesfälle pro Tag wegen Corona!

Bitte vermeidet den Kontakt zu anderen Menschen und schützt euch mit Masken!

Intern: Leserzahlen entwickeln sich wie die Corona-Verbreitung

Eigentlich wäre es ein positives Signal, dass sich die Leserzahlen dieses Blogs fast exponentiell entwickeln. Analog der Verbreitung des Corona-Virus steigt auch Zahl der Besucher auf corona-virus.ch stetig an. Von anfänglich um die 100 Leser, sind es jetzt fast 500 Leser täglich. Ich schätze, dass dieser Blog im April täglich 2’000 Leser haben wird und im Mai 10’000 Leser. Das wären somit 300’000 Leser im Mai 2020. Da erstaunt es mich nicht, dass die Gesundheitsdirektion von Regierungsrätin Natalie Rickli (SVP Zürich) massiv gegen diesen Blog vorgeht und versucht, verschiedene Beiträge zu zensurieren. Dieses behördliche Vorgehen gegen freie Informationen bin ich mir gewohnt und habe ich bereits in diesem Beitrag beschrieben.

Nur ein gut vorbereitetes Land wird die Corona-Krise überleben

Asiatische Länder sind uns bei der Bekämpfung von epidemischen Grippen (Asiatische Grippe, Hongkong-Grippe, Schweinegrippe) einiges voraus. Asiatische Völker sind sehr gut und straff organisiert. China, Singapur, Hongkong, Südkorea und Japan konnten die unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 abschwächen. Wir in Europa haben aber mit so aggressiven Viren wenig Erfahrung bei der Bekämpfung. Wir zögern und hadern viel zu lange und fürchten uns um wirtschaftliche Einbussen. Je länger wir zögern, desto schneller breitet sich das Corona-Virus exponentiell aus. Jeder ungenutzte Tag der vergeht, verschlechtert unsere Chancen mehr oder weniger schadlos aus der Krise herauszukommen. Die europäischen Länder scheinen die Hoffnung aufzugeben und verkünden, dass rund 70% der Bevölkerung infiziert werden wird und 3% davon sterben. Europa könnte also Ende Jahr 15 Millionen Corona-Tote zählen. Würde China mit 1,4 Milliarden Einwohner so rechnen, wären das 30 Millionen Tote! Doch China hat die Situation unter Kontrolle und zählt momentan „nur“ rund 4’000 Todesopfer.

Rechenbeispiel für die Schweiz: Corona-Infektionen

Die Zahlen aus China zeigen, dass rund 80% milde Symptome haben und zu Hause bleiben können. Dies betrifft vorwiegend robuste Personen unter 65. 20% sollten hospitalisiert werden. Davon benötigen 5% eine intensive Pflege und Betreuung und 1% davon sogar eine künstliche Beatmung. Die Sterberate in vorbereiteten und hochentwickelten Ländern beträgt 0,5%, in schlecht vorbereiteten und unterentwickelten Ländern über 5%.

Sollte die Schweiz vom Corona-Virus hart getroffen werden, könnten gleichzeitig bis zu einer Million Menschen krank sein. 200’000 Personen müssten hospitalisiert werden und 50’000 benötigten eine intensive Betreuung. Ob die Schweiz 10’000 Beatmungsmaschinen hat, mag ich zu bezweifeln und ein Import solcher Güter ist momentan unvorstellbar. Alle europäischen Länder haben die gleichen, massiven Problem mit dem Coronavirus.

70% Covid-19-Erkrankungen auf 10 Monate verteilt

Auch wenn bis zu 70% der Bevölkerung am Corona-Virus erkranken sollten, bleibt zu hoffen, dass alle möglichen Massnahmen getroffen werden, damit es keinen schnellen Anstieg gibt und die Kurve flacht bleibt. Ich nehme hier an, dass ein Patient einen Monat in Spitalpflege bleibt. Weiter nehme ich an, dass die Kurve auf zehn Monate verteilt werden kann und es zu keinem aussergewöhnlichen Peak kommt. In diesem Fall müssten 112’000 Personen pro Monat hospitalisiert werden. 5% oder 28’000 Patienten benötigten eine intensive Pflege und 1% oder 5’600 müssten künstlich beatmet werden.

Jedes einzelne Spital müsste nach dieser Rechnung zehn Monate lang je 100 Intensivpatienten pflegen, was praktisch unmöglich ist. Aus diesem Grund müssen die Verantwortlichen mindestens 100 Notspitäler eröffnen in welchen bis zu 300 Patienten intensiv betreut werden können.

Es bleibt zu hoffen, dass die noch zu treffenden Massnahmen die Pandemie abschwächt und Ende Jahr ganz zum Erliegen kommt. So oder so soll sich jeder darüber Gedanken machen, wie er älteren und schwachen Angehörigen helfen kann. Sorgen Sie mit genügend Medikamenten und Hygieneartikel vor und stellen sie sich darauf ein, auf sich selber gestellt zu sein.

Link: Coronavirus: Why You Must Act NowLink